Diese Fassung ist in Arbeit, noch nicht fertig durchgesehen und zB nicht mit den in der Bibliografie genannten Quellen verlinkt. Weblinks findet man in der bisherigen Fassung (2019) sowie in der Version von 2018.




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Mein autobiografisches Nachschlagewerk
gegen das (mein) Vergessen

Rückblicke, Teil II –
Zeitgeschichte oder Ein Idealist beobachtet die Welt*


* Der Titel "Watching the World" (bzw. "Wir beobachten die Welt") spielt auf eine Rubrik in einer internationalen Zeitschrift an, für die ich in den 1980er-Jahren in der deutschen Ausgabe sechs Jahre lang die Kurzbeiträge schrieb (vermischte Nachrichten aus vielen Wissensgebieten; gleichzeitig war ich von 1980 bis 1996 für ☞ Leserfragen zuständig). Mehr darüber unten und in Teil I, der literarischen Autobiografie.


2015/2016 | Stand 17.05.2020 (refresh)


  • Vorwort | Preface, Teil II (Vorwort, Teil I)
  • Inhaltsverzeichnis, Teil II; (Inhaltsverzeichnis, Teil I)
  • RÜCKBLICKE, ab 1996
  • Verfolgungsgschichte, Zeitzeugen, Historiker
  • Videodoku mit Weltpremiere
  • Recherchen gegen Desinformation
  • Ausstellungen
  • Fachveröffentlichungen
  • Buchprojekte
  • Externe Filmprojekte
  • Memorialtafeln, Gedenksteine und Denkmäler
  • Referate
  • HINTERGRUND
  • Meine Grundlagen
  • Unterstützung
  • Videofilm und "Weltpremiere" als Initialzündung
  • RÜCKBLiCKE, ab 23. November 2008
  • Rücktritt, Rückzug, Rückwärtssalto, vorwärts und immer weiter ... ☺
  • Foto "Augen-Blicke"
  • "Brotberuf"
  • Schlussbemerkung

VORWORT | PREFACE – Teil II


Auf die Lebensabschnitte in West-Berlin (1960 – 1972) Wiesbaden (1972 – 1984), Selters/Taunus und Brooklyn, New York (1985 – 2008) blicke ich mit etwas "Stolz" zurück und gehe darauf in zwei autobiografischen Rückblicken ein – hier Teil II, der vor allem den Zeitabschnitt 1996 bis 2008 mit Öffentlichkeitsarbeit sowie vielen Events und Publikationen behandelt.

Teil II wurde als selbständiger Aufsatz konzipiert, war ohne Teil I einige Jahre online, und daher wiederhole ich aus diesem Grund hier die Übersichten biografischer Lebensdaten.

Habe vor allem von 1996 bis 2008 durch die Archiv-, Zeitgeschichts-, Gedenk- und Öffentlichkeitsarbeit mit meinem Team im "Geschichtsarchiv" in Selters/Taunus über die Verfolgungsgeschichte einer religiösen Minderheit unter beiden deutschen Diktaturen (was die NS-Zeit betrifft engl. Holocaust research, the other victims) viel (kennen)gelernt und als Autor geschrieben (zB ☞ "12 Jahre – 12 Schicksale", ☞ PDF).

Mit dem Nischenthema durfte ich an Bewahrungswürdigem für unsere und nächste Generationen beteiligt sein – dafür bin ich sehr dankbar.

Allerdings habe ich dann, Ende 2008, ein neues eigenes, anderes, ausgefülltes (und stilles) Leben begonnen – meine "Forscher"-Vergangenheit, Forschertätigkeiten und institutionellen Zugehörigkeiten sind längst selbst "Geschichte", über die ich gewöhnlich nicht (mehr) spreche, sondern nur hier schreibe.*

* PS: Merkwürdigerweise befällt mich heute eine tiefe Rührung, wenn ich nur andeutungsweise über meine "Forscher"-Vergangenheit spreche oder daran in einem Gespräch erinnert werde, etwas was mir früher unbekannt war, sodass ich das Geschichtsthema momentan bei Unterhaltungen vermeide.

Unten mehr zu "Rücktritt, Rückzug, Rückwärtssalto, vorwärts und immer weiter ... ☺". Kommentar zu den zwei Lebenszäsuren.

Einige Freunde und Bekannte wissen davon, andere nicht, was eigentlich keine Rolle spielt. Denn jeder, der mich heute persönlich kennt, kennt mich sicherlich als Person mit einem eigenen, unabhängigen Leben, dem Guten und Schönen zugeneigt, verpflichtet der Mitmenschlichkeit, der Vernunft und Empathie mit Mensch, Tier und Natur – bin also Idealist geblieben.
Mag eigentlich über (fast) alles diskutieren,
nur über Religion und Politik nicht unbedingt.
Danke. Bleiben wir positiv und guten Mutes ...

... und gehen jetzt etwas weiter zeitlich zurück.



Kurzvita | 1972 – 2008: Buchbinder, Sachbearbeiter, Bibliothekar, Archivar, Redakteur/Autor und Biograph, Gedenk- und Öffentlichkeitsarbeit (Watch Tower Society, deutscher Zweig, Wiesbaden und Selters/Taunus) ...

... über die ☞ KZ-Arbeitssklaven, von der SS mit dem lila Häftlingswinkel stigmatisiert (darunter viele ☞ Frauen, vgl. in ☞ KZ-Aussenlagern), siehe Fotos oben und unten in Auschwitz, Ravensbrück und Hamburg-Neuengamme, und ☞ weitere Verfolgungsopfer sowie ☞ Kriegsdienstverweigerer während des NS-Regimes 1933 – 1945 und in der ☞ DDR 1949 – 1989, über Menschen, die sich aus Gewissensgründen den (für sie) unannehmbaren Forderungen der Herrschenden verweigerten, unbeugsamen Mut zeigten und dabei ihr Leben riskierten oder verloren – eine wissenswerte Geschichte, die heute Mut macht.

Bei den Recherchen wurde mein Herz nicht bitter, sondern leicht, voller Respekt vor den zumeist einfachen Bürgern mit Zivilcourage während einer der dunkelsten Epochen der Zeitgeschichte, was ☞ niemals vergessen oder aus dem kollektiven Gedächtnis des Abendlandes ausgelöscht werden sollte – weil sich "Geschichte" wiederholen kann, Diktaturen nicht wiedererstehen dürfen, um unsere Freiheit zu beschneiden und die Würde von Menschen, die "anders" denken, fühlen, glauben oder aussehen, mit Füßen zu treten, ihr Leben zu ruinieren oder auszulöschen,

siehe ☞ Artikel 1, Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland, wobei zum Beispiel das Recht auf Kriegsdienstverweigerung im Grundgesetz auch auf die Erinnerung an das Verhalten dieser Gruppe im "Dritten Reich" zurückgeht (vgl. ☞ Rhein-Neckar-Zeitung, 25.01.2018).

Eine logische Folge meiner Arbeit mit der Verfolgungsgeschichte unter Diktaturen war, dass ich die geistige und persönliche Freiheit als Grundrecht, ebenso die freie Entfaltung der Persönlichkeit, noch mehr schätzen gelernt habe (Art. 2 GG). Freiheit (äußere und innere) ist bunt, "and life is beautiful"!

Ende 2008 habe ich aus eigenem Antrieb und persönlichen Gründen ein neues, unabhängigeres, ruhigeres und "unauffälligeres" Leben mit neuen Herausforderungen im Süden Deutschlands begonnen, was meine umfangreichen Geschichtsforschungen beendete.

Heute denke ich kaum noch an diesen arbeitsreichen Lebensabschnitt zurück (und wenn, dann mit Dankbarkeit und Zufriedenheit), an die Archiv-, Geschichts- und Gedenkarbeit, die vielen Reisen und Referate oder an die zahlreichen Veröffentlichungen, die noch in Umlauf sind (z.B. im ☞ pädagogischen Bereich, wie bereits oben erwähnt). Was man schreibt, das bleibt ... und das ist gut so. ☺





RÜCKBLiCKE, ab 1996

Verfolgungsgschichte, Zeitzeugen, Historiker



Behandelter Zeitraum:
1996 – 23. November 2008 (Selters/Taunus): Archivar, Biograph, Sachautor (Veröffentlichungen, Redebeiträge), "Geschichtsarchiv"-Gründun